Checkliste: Regeln für Web-DesignWoran Sie gutes Webdesign erkennen

Finden Sie hier die Kriterien für ein gutes Web-Design.

  • Zielorientiertheit

    Der Internetauftritt und dessen Design passt sich ein in die Internet-Marketing-Strategie des Auftraggebers. Für den beabsichtigten Erfolg soll eine klare Zielsetzung formuliert sein.
  • Kundennutzen

    Der (erwartete) Nutzen des Besuchers steht im Vordergrund. Besondere Auf­merksamkeit ist der von ihm erwarteten Information zu widmen. Inhalt geht vor Form.
  • Layout

    Die Gestaltung des Layouts nutzt, soweit sinnvoll, Standards des Unternehmens (Corporate Design) und berücksichtigt dabei die Besonderheiten des Internets. Das Design soll die Nutzung unterstützen, nicht davon ablenken. Ruhige Farben sind angenehmer als kräftige. Selbstverständlich soll die Wirkung der Farben auch im Web beachtet werden.
  • Übersichtlichkeit

    Durch eine klare Gliederung finden Besucher sich gut auf den Internetseiten zurecht. Besonders gilt dies für die Navigation. Wenn der Nutzer erst suchen muss, wo er die Information aufsuchen kann bzw. wie die Navigation funktioniert, wirkt das negativ, ganz gleich wie "innovativ" die neue Suchleiste auch sein mag.
  • Multimedia-Elemente

    Weniger ist mehr. Multimedia-Inhalte, wie Filme, Animationen und Sound (Musik) sind sparsam zu verwenden. Insbesondere vorgeschaltete Animationen ("Intros") oder Startseiten, die selbst keine Information enthalten, werden eher als Hürde denn als Hilfe empfunden.
    Siehe dazu auch Zu vermeiden.
  • Aktualität

    Das Geschäftsleben und insbesondere das Internet sind schnelllebig. Nichts ist langweiliger als die Zeitung von gestern und ein Internetauftritt mit veralteten Inhalten. Das Projekt muss eine günstige Aktualisierung der Inhalte berücksichtigen. Diese Aufgabe sollte idealerweise ohne technische Kenntnisse duch den Auftraggeber selbst durchführbar sein. In der Regel ist der Einsatz eines Content-Management-Systems (CMS) eine sinnvolle Option.
  • Schneller Seitenaufbau

    Internetnutzer sind anspruchsvoll und akzeptieren keine zu langen Ladezeiten. Berücksichtigen Sie, dass nicht alle Nutzer einen schnellen DSL-Internetzugang haben. Zunehmend werden auch mobile Endgeräte für das Surfen im Internet genutzt.
  • Kontaktmöglichkeiten

    Sehen Sie eine Online-Kontaktmöglichkeit per Formular vor und weisen deutlich darauf hin. Nennen Sie Ansprechpartner und Telefon-Nr. Das macht es Ihrer Zielgruppe leichter, Ihr Angebot anzunehmen.
  • Unterschiedliche Bildschirmauflösungen

    Nutzer haben unterschiedlich hohe Bildschirmauflösungen. Eine Bildschirmbreite mit 1024 Bildpunkten ist heute Standard. Aber auch Bildschirme mit einer Auflösung von 800*600 Bildpunkten sind noch anzutreffen. Nutzer, die sehr viel am Bildschirm arbeiten, haben dagegen zumeist Bildschirme mit größerer Auflösung. Idealerweise passt sich das Layout der Bildschirmgröße an oder stellt die Inhalte so dar, dass die Seite auf Bildschirmen mit einer Breite von 800 Punkten ansehnlich und bedienbar bleibt und dabei weniger wichtige Teile dann außerhalb des sichtbaren Bereiches darstellt.
  • Suchmaschinenoptimierung

    Die Seiten müssen von Anfang an suchmaschinenoptimiert geplant und erstellt werden. Bestehende Seiten nachträglich suchmaschinentauglich zu machen, ist zumeist kaum mehr sinnvoll möglich, zumindest aber teuer.
  • Barrierefreiheit

    Navigation und Aufbau der Webseiten sollen von möglichst vielen Menschen genutzt werden können. Hier erfahren aber viele Menschen, z.B. Sehbehinderte, unnötige Nachteile. Es gibt drei in einem Standard formulierte Stufen zur Barriere­freiheit. Zumindest die erste Stufe sollte erreicht werden. Diese sieht unter anderem vor, dass die Struktur vom Inhalt separierbar ist und die Navigation per Tastatur (Textlinks) möglich ist. Das wichtigste ist dafür eine klare Trennung von Inhalt und Layout unter Verwendung der Formatierung per CSS. Grafische Links, Grafiken und Multimedia sind sparsam einzusetzen.
  • Verwendete Technik

    Hier doch noch etwas Technik: Die verwendete Technik zur Gestaltung soll zukunftssicher und leicht änderbar sein. Aktueller sinnvoller Standard ist, das Layout mit den Standards CSS. Tabellen als Hilfsmittel für das Layout sollten nicht mehr eingesetzt sein.
  • Technische Anforderungen

    Das Nutzen der Internetseiten darf keine besondere technische Ausstattung vom Nutzer verlangen. Das bedeutet: Die gängigen Internet-Browser sind zu unterstützen. Die Installation von zusätzlicher Software durch den Nutzer darf nicht vorausgesetzt werden (dazu ist dieser i.a. auch nicht bereit).

Erfolgreich kann nur sein, was funktioniert. Lieber einfachere Seiten erstellen als welche, die nicht funktionieren oder vom eigentlichen Zweck ablenken. Wichtig ist es, die Seiten ausgiebig zu testen.